Wissenswertes über E-Liquide
Erstellt am 27.01.2012E-Liquid aber welches?
Die angebotene Vielfalt der Liquids macht es allerdings auch schwer sich zu Entscheiden. Relativ einfach ist es für diejenigen, die beim gewohnten Tabakaroma bleiben möchten. Der Dampf ist im Vergleich zum Zigarettenrauch weicher, schmeckt eher süßlich und verursacht weniger Kratzen im Hals. Da bei der elektronischen Zigarette kein Verbrennungsvorgang stattfindet, duch den bei herkömmlichen Zigaretten der typische Geschmack entsteht, kann kein identisches Geschmackserlebnis erwartet werden. Das bedauern Umsteiger häufig nur in der Anfangsphase, später empfinden viele den Geschmack der Liquids angenehmer als den von Tabakzigaretten.
E-Liquids und der Nikotingehalt
Nikotin ist nicht zwangsläufig in der Verdampferflüssigkeit enthalten. Doch zumindest am Anfang wählen die meisten Umsteiger Liquids mit Nikotingehalt. Als grobe Richtlinien zum Nikotingehalt gibt es die drei Einstufungen High, Medium und Low. High entspricht in der Regel einem hohen Nikotingehalt von 20 bis 16 Milligramm pro Milliliter Flüssigkeit. Bei Medium sind es bis zu 12 Milligramm und ab 11 beginnt die Stufe Low. Häufig verringert sich mit der Nikotinkonzentration auch die Geschmacksintensität des Fluids. Starken Rauchern wird beim Wechsel meist zu einem hohen Nikotingehalt geraten, während mittelstarken Rauchern die Mediumstärke genügen sollte. Bei Gelegenheits- und Wenigrauchern ist eine niedrige Nikotinkonzentration oder auch ein Liquid ohne Nikotingehalt häufig ausreichend. In der Praxis sieht es so aus, dass die Empfehlungen nicht für jeden zutreffend sind. So kommt es vor, dass starke Raucher mit einer geringeren Nikotinkonzentration bessere Erfahrungen machen. Die Erfahrung zeigt, dass nach gewisser Zeit häufig zu geringeren Stärken gewechselt wird. Diese Vorgehensweise kann auch hilfreich sein, wenn der Wunsch besteht vollständig auf Nikotin zu verzichten. Auch hier muss letztendlich jeder ausprobieren, was für ihn das Beste ist.
Weitere Inhaltsstoffe
Die Hauptbestandteile des E-Liquids sind Propylenglycol, Glycerin, Ethanol, Aromastoffe und Nikotin, sofern es sich um nikotinhaltige Flüssigkeit handelt. Die Mengenverhältnisse können variieren. Propylenglycol ist der Bestandteil, der für den Dampf der E-Zigaretten sorgt. Bekannt ist dieser Effekt von den Nebelmaschinen, bei denen auch Propylenglycol für diese Wirkung verantwortlich ist. Propylenglykol ist als Feuchthaltemittel in vielen Pflegeprodukten wie Cremes und Zahnpasta enthalten. Als zugelassener Zusatzstoff in Lebensmitteln trägt PG, wie die gängige Abkürzung lautet, die Bezeichnung E 1520.
Glycerin mit der Bezeichnung E 422 zählt chemisch zu den Alkoholen. Als Lebensmittelzusatzstoff ist Glycerin ohne Höchstmengenbeschränkung zugelassen und ein gebräuchliches Feuchthaltemittel. Beim elektronischen Rauchen verhindert dieser Inhaltsstoff, dass sich der produzierte Dampf schnell verflüchtigt.
Aromastoffe sind die Geschmack gebende Komponente in den Liquids. Ohne diese chemisch hergestellten Aromen wären die vielfältigen Geschmacksrichtungen nicht zu erreichen. Die Intensität des Geschmacks ist abhängig vom Anteil an Aromastoffen. Bei den Liquids beträgt dieser Anteil üblicherweise zwischen drei und fünf Prozent.
Ethanol, besser bekannt unter dem Begriff Alkohol ist in Genussmitteln wie Bier und Wein enthalten wird häufig als Lösemittel sowie zur Desinfektion verwendet.
Gesundheitliche Aspekte
Nikotin ist eine Substanz mit hohem Abhängigkeitspotenzial und ein starkes Nervengift. Deswegen sind E-Zigaretten keinesfalls für Kinder und Jugendliche geeignet. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems stellt der Genuss von Nikotin ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Bei bestehender Nikotinallergie und Nichtrauchern sollten ausschließlich Liquids ohne Nikotin verwendet werden. Die Liquids sind außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufzubewahren. Die Aufnahme von Nikotin kann zu Vergiftungserscheinungen führen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten, deren negative Auswirkungen auf die Gesundheit schon lange bekannt sind, fehlen bei den elektronischen Zigaretten noch aussagekräftige wissenschaftliche Untersuchungen. Besonders im Hinblick auf mögliche Langzeitfolgen lassen sich derzeit höchstens Vermutungen anstellen. Die Annahme, dass die Inhalation des Dampfs von elektrischen Zigaretten nicht so schädlich ist, wie der Qualm von Tabakzigaretten ist naheliegend. Denn giftige Schadstoffe, die beim Verbrennungsvorgang herkömmlicher Zigaretten entstehen und eingeatmet werden, wie Kondensat und Teer, fallen beim Dampfen nicht an. Das gilt auch für eine Vielzahl weiterer chemischer Stoffe, die mit dem Qualm aufgenommen werden. 40 davon gelten als krebserregend und weitere 200 sind als giftig eingestuft worden. Aber auch wenn das E-Rauchen gesünder ist als Tabakzigaretten, bedeutet es nicht, dass es gesund ist. Fest steht, dass die Geruchsbelästigung durch E-Zigaretten wesentlich geringer ausfällt als bei Tabakzigaretten. Es bleibt abzuwarten, zu welchen Ergebnissen Langzeitstudien und wissenschaftliche Untersuchungen kommen.